Diversifikation

Thema der Woche vom 5. Dezember 2017

Wer langfristig erfolgreich investieren will, sollte seine Anlagen streuen. Damit können die Verlustrisiken reduziert und die Ertragschancen beibehalten werden.

Wer 2017 sämtliche Anlagen nur in Aktien investierte, hat bis jetzt eine sehr stolze Rendite erzielt. So legte beispielsweise der SMI rund 17 Prozent zu (per Ende November). Und die Chancen stehen gut, dass alle Titel im Index das Jahr im Plus abschliessen. Das hat es seit über 10 Jahren nicht mehr gegeben.

Doch auch wenn eine Rendite von 17 Prozent sehr verlockend ist, darf man nicht vergessen, dass eine Konzentration auf eine einzige Anlageklasse - in diesem Fall Aktien - sehr riskant ist: Die Grafik zeigt die Jahresrenditen des SMI sowie die Jahresrendite des jeweils besten und schlechtesten Titels im Index. Dabei wird ersichtlich: Die Renditeunterschiede sind jeweils enorm. Das heisst, trotz eines starken Aktienjahrs, können einzelne Titel stark vom Durchschnitt abweichen.

Um die Gefahr zu vermeiden, dass man genau auf das falsche Pferd setzt in dem man nur einzelne Titel oder einzelne Anlageklassen wählt, sollten Anleger ihre Anlagen streuen.

Rendite und Risiko optimieren


Das Prinzip der Diversifikation ist simpel: Das Vermögen wird auf verschiedene Titel aus verschiedenen Anlageklassen, Sektoren und Regionen verteilt. Das Ziel ist eine möglichst hohe Unkorreliertheit unter den Anlagen. Sprich, der Investor wählt Anlagen, die auf verschiedene Marktereignisse unterschiedlich reagieren. Ein Beispiel: Während Obligationen auf Zinsanstiege negativ reagieren, sind dann beispielsweise Aktien aus dem Finanzsektor im Vorteil. Eine gute Diversifikation führt demnach dazu, dass Verluste in einer Anlageklasse durch positive Entwicklungen in einer anderen ausgeglichen werden können.

Durch eine gute Streuung kann das Optimum aus Rendite und Risiko herausgeholt werden. Umsetzen können Anleger dies beispielsweise mit Exchange Traded Funds (ETF). Sie bieten eine kostengünstige Möglichkeit, in ein breit diversifiziertes Anlagespektrum zu investieren. Die Streuung wird dabei vom Fondsanbieter übernommen. ETF gibt es auf verschiedene Regionen, in unterschiedlichen Währungen und Anlageklassen. Als Beimischung kann das Portfolio auch mit ETF auf Rohstoffe und Immobilien ergänzt werden.

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